Passung S7/h6: Presspassung

System Einheitswelle · Grenzabmaße nach DIN ISO 286

Bei Nennmaß Ø 30 mm
14 bis 48 µm Übermaß

Fester Presssitz im System Einheitswelle, Kraftübertragung durch Reibschluss.

Grenzabmaße über alle Nennmaßbereiche

Nennmaß (mm)Bohrung S7 (ES/EI)Welle h6 (es/ei)Ergebnis
bis 3-0,014 / -0,0240 / -0,0068 … 24 µm Übermaß
über 3 bis 6-0,015 / -0,0270 / -0,0087 … 27 µm Übermaß
über 6 bis 10-0,017 / -0,0320 / -0,0098 … 32 µm Übermaß
über 10 bis 18-0,021 / -0,0390 / -0,01110 … 39 µm Übermaß
über 18 bis 30-0,027 / -0,0480 / -0,01314 … 48 µm Übermaß
über 30 bis 50-0,034 / -0,0590 / -0,01618 … 59 µm Übermaß
über 50 bis 80-0,048 / -0,0780 / -0,01929 … 78 µm Übermaß
über 80 bis 120-0,066 / -0,1010 / -0,02244 … 101 µm Übermaß
über 120 bis 180-0,093 / -0,1330 / -0,02568 … 133 µm Übermaß
über 180 bis 250-0,123 / -0,1690 / -0,02994 … 169 µm Übermaß
über 250 bis 315-0,150 / -0,2020 / -0,032118 … 202 µm Übermaß
über 315 bis 400-0,187 / -0,2440 / -0,036151 … 244 µm Übermaß
über 400 bis 500-0,229 / -0,2920 / -0,040189 … 292 µm Übermaß

Alle Angaben in mm. ES/EI sind oberes und unteres Abmaß der Bohrung, es/ei die der Welle. Das Spiel ergibt sich als Bohrung minus Welle: das kleinste Spiel aus EI − es, das größte aus ES − ei. Ein negativer Wert bedeutet Übermaß, die Teile lassen sich dann nicht ohne Kraft fügen.

Was die Passung S7/h6 bedeutet

Fester Presssitz im System Einheitswelle, Kraftübertragung durch Reibschluss.

Die Paarung gehört zum System Einheitswelle: die Welle behält durchgehend die Toleranzlage h6, verändert wird die Bohrung. Sinnvoll überall dort, wo blank gezogenes Material ohne Nachbearbeitung verbaut wird — etwa bei Kolbenstangen, Führungswellen und Normteilen.

Für andere Nennmaße, abweichende Toleranzklassen oder die grafische Darstellung der Toleranzfelder steht der ISO-Passungsrechner bereit. Wirkt sich die Passung auf eine Maßkette aus, rechnet der Toleranzketten-Rechner das Schließmaß samt Ausschussanteil.

Temperatur nicht vergessen: die Tabellenwerte gelten bei 20 °C. Paarungen aus verschiedenen Werkstoffen — Aluminiumnabe auf Stahlwelle — verändern ihr Spiel im Betrieb erheblich; wie stark, zeigt der Wärmeausdehnungs-Rechner.

Fügen, Fertigen und Prüfen

GrößeWertHerkunft
Toleranz Bohrung S7 bei Ø 30 mm21 µmES − EI
Toleranz Welle h6 bei Ø 30 mm13 µmes − ei
Zulässige Rautiefe Rzhöchstens 3 µmRz ≤ T / 4
MessmittelFeinzeiger gegen Endmaß oder LehrringAuflösung rund ein Zehntel der Toleranz

S7/h6 in der Fertigung

Im ungünstigsten Fall sitzt die Welle mit 48 µm Übermaß in der Bohrung. Um sie bei Ø 30 mm ohne Presse zu fügen, muss das Außenteil um 226 K wärmer sein als das Innenteil — gerechnet mit α = 11,5 · 10⁻⁶ 1/K für Stahl und einem Fügespiel von einem Tausendstel des Durchmessers. Das liegt über dem, was ein Ofen bei angelassenen Teilen hergibt, ohne die Vergütung anzutasten; hier wird gepresst oder das Innenteil zusätzlich in Trockeneis oder Stickstoff gekühlt.

Die engere der beiden Toleranzen liegt bei Ø 30 mm bei 13 µm. Daraus folgt zweierlei. Erstens die Oberfläche: eine Rautiefe von mehr als einem Viertel der Toleranz frisst den Passungscharakter auf, weil die Spitzen beim Fügen abgetragen werden und das Übermaß mitnehmen. Für S7/h6 heißt das Rz ≤ 3 µm. Zweitens das Messmittel: Feinzeiger gegen Endmaß oder Lehrring — alles Gröbere misst die eigene Ablesegrenze statt des Werkstücks.

Die Grenzabmaße gelten bei 20 °C. Weicht die Temperatur beim Messen oder im Betrieb davon ab und bestehen Welle und Bohrung aus verschiedenen Werkstoffen, verschiebt sich das Ergebnis; wie weit, rechnet der Wärmeausdehnungs-Rechner aus.

Weitere Passungen

H7/h6 H7/g6 H7/f7 H7/e8 H7/d9 H7/js6 H7/k6 H7/m6 H7/n6 H7/p6 H7/r6 H7/s6 H8/f7 H8/e8 H8/h9 H8/d9 H11/c11 H11/d9 H11/h11 H6/h5 H6/g5 H6/k5 H6/n5 G7/h6 F8/h6 E9/h9 D10/h9 JS7/h6 K7/h6 M7/h6 N7/h6 P7/h6 S7/h6 C11/h11

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