Passung D10/h9: Spielpassung

System Einheitswelle · Grenzabmaße nach DIN ISO 286

Bei Nennmaß Ø 30 mm
65 bis 201 µm Spiel

Sehr weiter Laufsitz im System Einheitswelle, unempfindlich gegen Verschmutzung.

Grenzabmaße über alle Nennmaßbereiche

Nennmaß (mm)Bohrung D10 (ES/EI)Welle h9 (es/ei)Ergebnis
bis 3+0,060 / +0,0200 / -0,02520 … 85 µm Spiel
über 3 bis 6+0,078 / +0,0300 / -0,03030 … 108 µm Spiel
über 6 bis 10+0,098 / +0,0400 / -0,03640 … 134 µm Spiel
über 10 bis 18+0,120 / +0,0500 / -0,04350 … 163 µm Spiel
über 18 bis 30+0,149 / +0,0650 / -0,05265 … 201 µm Spiel
über 30 bis 50+0,180 / +0,0800 / -0,06280 … 242 µm Spiel
über 50 bis 80+0,220 / +0,1000 / -0,074100 … 294 µm Spiel
über 80 bis 120+0,260 / +0,1200 / -0,087120 … 347 µm Spiel
über 120 bis 180+0,305 / +0,1450 / -0,100145 … 405 µm Spiel
über 180 bis 250+0,355 / +0,1700 / -0,115170 … 470 µm Spiel
über 250 bis 315+0,400 / +0,1900 / -0,130190 … 530 µm Spiel
über 315 bis 400+0,440 / +0,2100 / -0,140210 … 580 µm Spiel
über 400 bis 500+0,480 / +0,2300 / -0,155230 … 635 µm Spiel

Alle Angaben in mm. ES/EI sind oberes und unteres Abmaß der Bohrung, es/ei die der Welle. Das Spiel ergibt sich als Bohrung minus Welle: das kleinste Spiel aus EI − es, das größte aus ES − ei. Ein negativer Wert bedeutet Übermaß, die Teile lassen sich dann nicht ohne Kraft fügen.

Was die Passung D10/h9 bedeutet

Sehr weiter Laufsitz im System Einheitswelle, unempfindlich gegen Verschmutzung.

Die Paarung gehört zum System Einheitswelle: die Welle behält durchgehend die Toleranzlage h9, verändert wird die Bohrung. Sinnvoll überall dort, wo blank gezogenes Material ohne Nachbearbeitung verbaut wird — etwa bei Kolbenstangen, Führungswellen und Normteilen.

Für andere Nennmaße, abweichende Toleranzklassen oder die grafische Darstellung der Toleranzfelder steht der ISO-Passungsrechner bereit. Wirkt sich die Passung auf eine Maßkette aus, rechnet der Toleranzketten-Rechner das Schließmaß samt Ausschussanteil.

Temperatur nicht vergessen: die Tabellenwerte gelten bei 20 °C. Paarungen aus verschiedenen Werkstoffen — Aluminiumnabe auf Stahlwelle — verändern ihr Spiel im Betrieb erheblich; wie stark, zeigt der Wärmeausdehnungs-Rechner.

Fügen, Fertigen und Prüfen

GrößeWertHerkunft
Toleranz Bohrung D10 bei Ø 30 mm84 µmES − EI
Toleranz Welle h9 bei Ø 30 mm52 µmes − ei
Zulässige Rautiefe Rzhöchstens 13 µmRz ≤ T / 4
MessmittelBügelmessschraube (Ablesung 0,01 mm)Auflösung rund ein Zehntel der Toleranz

D10/h9 in der Fertigung

Bei Ø 30 mm bleibt ein relatives Spiel von 2,17 bis 6,7 ‰ des Durchmessers. Maßgeblich ist der kleinere der beiden Werte: er ist der einzige, der im ungünstigsten Fall noch übrig bleibt. Mit 2,17 ‰ trägt der Schmierfilm sicher, die Welle läuft aber merklich außermittig. Gewollt ist das, wo Fluchtungsfehler, Verschmutzung oder große Temperaturunterschiede aufgefangen werden müssen; auf Rundlauf verzichtet man dafür.

Die engere der beiden Toleranzen liegt bei Ø 30 mm bei 52 µm. Daraus folgt zweierlei. Erstens die Oberfläche: eine Rautiefe von mehr als einem Viertel der Toleranz frisst den Passungscharakter auf, weil die Spitzen beim Fügen abgetragen werden und das Übermaß mitnehmen. Für D10/h9 heißt das Rz ≤ 13 µm. Zweitens das Messmittel: Bügelmessschraube (Ablesung 0,01 mm) — alles Gröbere misst die eigene Ablesegrenze statt des Werkstücks.

Die Grenzabmaße gelten bei 20 °C. Weicht die Temperatur beim Messen oder im Betrieb davon ab und bestehen Welle und Bohrung aus verschiedenen Werkstoffen, verschiebt sich das Ergebnis; wie weit, rechnet der Wärmeausdehnungs-Rechner aus.

Weitere Passungen

H7/h6 H7/g6 H7/f7 H7/e8 H7/d9 H7/js6 H7/k6 H7/m6 H7/n6 H7/p6 H7/r6 H7/s6 H8/f7 H8/e8 H8/h9 H8/d9 H11/c11 H11/d9 H11/h11 H6/h5 H6/g5 H6/k5 H6/n5 G7/h6 F8/h6 E9/h9 D10/h9 JS7/h6 K7/h6 M7/h6 N7/h6 P7/h6 S7/h6 C11/h11

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