Passung P7/h6: Presspassung
System Einheitswelle · Grenzabmaße nach DIN ISO 286
Presssitz im System Einheitswelle, für dauerhaft gefügte Buchsen und Ringe.
Grenzabmaße über alle Nennmaßbereiche
| Nennmaß (mm) | Bohrung P7 (ES/EI) | Welle h6 (es/ei) | Ergebnis |
|---|---|---|---|
| bis 3 | -0,006 / -0,016 | 0 / -0,006 | -0 … 16 µm Übermaß |
| über 3 bis 6 | -0,008 / -0,020 | 0 / -0,008 | -0 … 20 µm Übermaß |
| über 6 bis 10 | -0,009 / -0,024 | 0 / -0,009 | -0 … 24 µm Übermaß |
| über 10 bis 18 | -0,011 / -0,029 | 0 / -0,011 | -0 … 29 µm Übermaß |
| über 18 bis 30 | -0,014 / -0,035 | 0 / -0,013 | 1 … 35 µm Übermaß |
| über 30 bis 50 | -0,017 / -0,042 | 0 / -0,016 | 1 … 42 µm Übermaß |
| über 50 bis 80 | -0,021 / -0,051 | 0 / -0,019 | 2 … 51 µm Übermaß |
| über 80 bis 120 | -0,024 / -0,059 | 0 / -0,022 | 2 … 59 µm Übermaß |
| über 120 bis 180 | -0,028 / -0,068 | 0 / -0,025 | 3 … 68 µm Übermaß |
| über 180 bis 250 | -0,033 / -0,079 | 0 / -0,029 | 4 … 79 µm Übermaß |
| über 250 bis 315 | -0,036 / -0,088 | 0 / -0,032 | 4 … 88 µm Übermaß |
| über 315 bis 400 | -0,041 / -0,098 | 0 / -0,036 | 5 … 98 µm Übermaß |
| über 400 bis 500 | -0,045 / -0,108 | 0 / -0,040 | 5 … 108 µm Übermaß |
Alle Angaben in mm. ES/EI sind oberes und unteres Abmaß der Bohrung, es/ei die der Welle. Das Spiel ergibt sich als Bohrung minus Welle: das kleinste Spiel aus EI − es, das größte aus ES − ei. Ein negativer Wert bedeutet Übermaß, die Teile lassen sich dann nicht ohne Kraft fügen.
Was die Passung P7/h6 bedeutet
Presssitz im System Einheitswelle, für dauerhaft gefügte Buchsen und Ringe.
Die Paarung gehört zum System Einheitswelle: die Welle behält durchgehend die Toleranzlage h6, verändert wird die Bohrung. Sinnvoll überall dort, wo blank gezogenes Material ohne Nachbearbeitung verbaut wird — etwa bei Kolbenstangen, Führungswellen und Normteilen.
Für andere Nennmaße, abweichende Toleranzklassen oder die grafische Darstellung der Toleranzfelder steht der ISO-Passungsrechner bereit. Wirkt sich die Passung auf eine Maßkette aus, rechnet der Toleranzketten-Rechner das Schließmaß samt Ausschussanteil.
Temperatur nicht vergessen: die Tabellenwerte gelten bei 20 °C. Paarungen aus verschiedenen Werkstoffen — Aluminiumnabe auf Stahlwelle — verändern ihr Spiel im Betrieb erheblich; wie stark, zeigt der Wärmeausdehnungs-Rechner.
Fügen, Fertigen und Prüfen
| Größe | Wert | Herkunft |
|---|---|---|
| Toleranz Bohrung P7 bei Ø 30 mm | 21 µm | ES − EI |
| Toleranz Welle h6 bei Ø 30 mm | 13 µm | es − ei |
| Zulässige Rautiefe Rz | höchstens 3 µm | Rz ≤ T / 4 |
| Messmittel | Feinzeiger gegen Endmaß oder Lehrring | Auflösung rund ein Zehntel der Toleranz |
P7/h6 in der Fertigung
Im ungünstigsten Fall sitzt die Welle mit 35 µm Übermaß in der Bohrung. Um sie bei Ø 30 mm ohne Presse zu fügen, muss das Außenteil um 188 K wärmer sein als das Innenteil — gerechnet mit α = 11,5 · 10⁻⁶ 1/K für Stahl und einem Fügespiel von einem Tausendstel des Durchmessers. Das ist mit Ölbad oder Wärmeschrank erreichbar und der übliche Weg bei dieser Paarung.
Die engere der beiden Toleranzen liegt bei Ø 30 mm bei 13 µm. Daraus folgt zweierlei. Erstens die Oberfläche: eine Rautiefe von mehr als einem Viertel der Toleranz frisst den Passungscharakter auf, weil die Spitzen beim Fügen abgetragen werden und das Übermaß mitnehmen. Für P7/h6 heißt das Rz ≤ 3 µm. Zweitens das Messmittel: Feinzeiger gegen Endmaß oder Lehrring — alles Gröbere misst die eigene Ablesegrenze statt des Werkstücks.
Die Grenzabmaße gelten bei 20 °C. Weicht die Temperatur beim Messen oder im Betrieb davon ab und bestehen Welle und Bohrung aus verschiedenen Werkstoffen, verschiebt sich das Ergebnis; wie weit, rechnet der Wärmeausdehnungs-Rechner aus.
Weitere Passungen
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