Passung K7/h6: Übergangspassung

System Einheitswelle · Grenzabmaße nach DIN ISO 286

Bei Nennmaß Ø 30 mm
15 µm Übermaß bis 19 µm Spiel

Übergangssitz im System Einheitswelle: zentriert genau, Fügen mit leichter Presskraft.

Grenzabmaße über alle Nennmaßbereiche

Nennmaß (mm)Bohrung K7 (ES/EI)Welle h6 (es/ei)Ergebnis
bis 30 / -0,0100 / -0,00610 µm Übermaß … 6 µm Spiel
über 3 bis 6+0,003 / -0,0090 / -0,0089 µm Übermaß … 11 µm Spiel
über 6 bis 10+0,005 / -0,0100 / -0,00910 µm Übermaß … 14 µm Spiel
über 10 bis 18+0,006 / -0,0120 / -0,01112 µm Übermaß … 17 µm Spiel
über 18 bis 30+0,006 / -0,0150 / -0,01315 µm Übermaß … 19 µm Spiel
über 30 bis 50+0,007 / -0,0180 / -0,01618 µm Übermaß … 23 µm Spiel
über 50 bis 80+0,009 / -0,0210 / -0,01921 µm Übermaß … 28 µm Spiel
über 80 bis 120+0,010 / -0,0250 / -0,02225 µm Übermaß … 32 µm Spiel
über 120 bis 180+0,012 / -0,0280 / -0,02528 µm Übermaß … 37 µm Spiel
über 180 bis 250+0,013 / -0,0330 / -0,02933 µm Übermaß … 42 µm Spiel
über 250 bis 315+0,016 / -0,0360 / -0,03236 µm Übermaß … 48 µm Spiel
über 315 bis 400+0,017 / -0,0400 / -0,03640 µm Übermaß … 53 µm Spiel
über 400 bis 500+0,018 / -0,0450 / -0,04045 µm Übermaß … 58 µm Spiel

Alle Angaben in mm. ES/EI sind oberes und unteres Abmaß der Bohrung, es/ei die der Welle. Das Spiel ergibt sich als Bohrung minus Welle: das kleinste Spiel aus EI − es, das größte aus ES − ei. Ein negativer Wert bedeutet Übermaß, die Teile lassen sich dann nicht ohne Kraft fügen.

Was die Passung K7/h6 bedeutet

Übergangssitz im System Einheitswelle: zentriert genau, Fügen mit leichter Presskraft.

Die Paarung gehört zum System Einheitswelle: die Welle behält durchgehend die Toleranzlage h6, verändert wird die Bohrung. Sinnvoll überall dort, wo blank gezogenes Material ohne Nachbearbeitung verbaut wird — etwa bei Kolbenstangen, Führungswellen und Normteilen.

Für andere Nennmaße, abweichende Toleranzklassen oder die grafische Darstellung der Toleranzfelder steht der ISO-Passungsrechner bereit. Wirkt sich die Passung auf eine Maßkette aus, rechnet der Toleranzketten-Rechner das Schließmaß samt Ausschussanteil.

Temperatur nicht vergessen: die Tabellenwerte gelten bei 20 °C. Paarungen aus verschiedenen Werkstoffen — Aluminiumnabe auf Stahlwelle — verändern ihr Spiel im Betrieb erheblich; wie stark, zeigt der Wärmeausdehnungs-Rechner.

Fügen, Fertigen und Prüfen

GrößeWertHerkunft
Toleranz Bohrung K7 bei Ø 30 mm21 µmES − EI
Toleranz Welle h6 bei Ø 30 mm13 µmes − ei
Zulässige Rautiefe Rzhöchstens 3 µmRz ≤ T / 4
MessmittelFeinzeiger gegen Endmaß oder LehrringAuflösung rund ein Zehntel der Toleranz

K7/h6 in der Fertigung

Im ungünstigsten Fall sitzt die Welle mit 15 µm Übermaß in der Bohrung. Um sie bei Ø 30 mm ohne Presse zu fügen, muss das Außenteil um 130 K wärmer sein als das Innenteil — gerechnet mit α = 11,5 · 10⁻⁶ 1/K für Stahl und einem Fügespiel von einem Tausendstel des Durchmessers. Das ist mit Ölbad oder Wärmeschrank erreichbar und der übliche Weg bei dieser Paarung.

Die engere der beiden Toleranzen liegt bei Ø 30 mm bei 13 µm. Daraus folgt zweierlei. Erstens die Oberfläche: eine Rautiefe von mehr als einem Viertel der Toleranz frisst den Passungscharakter auf, weil die Spitzen beim Fügen abgetragen werden und das Übermaß mitnehmen. Für K7/h6 heißt das Rz ≤ 3 µm. Zweitens das Messmittel: Feinzeiger gegen Endmaß oder Lehrring — alles Gröbere misst die eigene Ablesegrenze statt des Werkstücks.

Die Grenzabmaße gelten bei 20 °C. Weicht die Temperatur beim Messen oder im Betrieb davon ab und bestehen Welle und Bohrung aus verschiedenen Werkstoffen, verschiebt sich das Ergebnis; wie weit, rechnet der Wärmeausdehnungs-Rechner aus.

Weitere Passungen

H7/h6 H7/g6 H7/f7 H7/e8 H7/d9 H7/js6 H7/k6 H7/m6 H7/n6 H7/p6 H7/r6 H7/s6 H8/f7 H8/e8 H8/h9 H8/d9 H11/c11 H11/d9 H11/h11 H6/h5 H6/g5 H6/k5 H6/n5 G7/h6 F8/h6 E9/h9 D10/h9 JS7/h6 K7/h6 M7/h6 N7/h6 P7/h6 S7/h6 C11/h11

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