Passung C11/h11: Spielpassung
System Einheitswelle · Grenzabmaße nach DIN ISO 286
Grobe Spielpassung im System Einheitswelle, für unbearbeitete Konstruktionen.
Grenzabmaße über alle Nennmaßbereiche
| Nennmaß (mm) | Bohrung C11 (ES/EI) | Welle h11 (es/ei) | Ergebnis |
|---|---|---|---|
| bis 3 | +0,120 / +0,060 | 0 / -0,060 | 60 … 180 µm Spiel |
| über 3 bis 6 | +0,145 / +0,070 | 0 / -0,075 | 70 … 220 µm Spiel |
| über 6 bis 10 | +0,170 / +0,080 | 0 / -0,090 | 80 … 260 µm Spiel |
| über 10 bis 18 | +0,205 / +0,095 | 0 / -0,110 | 95 … 315 µm Spiel |
| über 18 bis 30 | +0,240 / +0,110 | 0 / -0,130 | 110 … 370 µm Spiel |
| über 30 bis 50 | +0,290 / +0,130 | 0 / -0,160 | 130 … 450 µm Spiel |
| über 50 bis 80 | +0,340 / +0,150 | 0 / -0,190 | 150 … 530 µm Spiel |
| über 80 bis 120 | +0,400 / +0,180 | 0 / -0,220 | 180 … 620 µm Spiel |
| über 120 bis 180 | +0,480 / +0,230 | 0 / -0,250 | 230 … 730 µm Spiel |
| über 180 bis 250 | +0,570 / +0,280 | 0 / -0,290 | 280 … 860 µm Spiel |
| über 250 bis 315 | +0,650 / +0,330 | 0 / -0,320 | 330 … 970 µm Spiel |
| über 315 bis 400 | +0,760 / +0,400 | 0 / -0,360 | 400 … 1120 µm Spiel |
| über 400 bis 500 | +0,880 / +0,480 | 0 / -0,400 | 480 … 1280 µm Spiel |
Alle Angaben in mm. ES/EI sind oberes und unteres Abmaß der Bohrung, es/ei die der Welle. Das Spiel ergibt sich als Bohrung minus Welle: das kleinste Spiel aus EI − es, das größte aus ES − ei. Ein negativer Wert bedeutet Übermaß, die Teile lassen sich dann nicht ohne Kraft fügen.
Was die Passung C11/h11 bedeutet
Grobe Spielpassung im System Einheitswelle, für unbearbeitete Konstruktionen.
Die Paarung gehört zum System Einheitswelle: die Welle behält durchgehend die Toleranzlage h11, verändert wird die Bohrung. Sinnvoll überall dort, wo blank gezogenes Material ohne Nachbearbeitung verbaut wird — etwa bei Kolbenstangen, Führungswellen und Normteilen.
Für andere Nennmaße, abweichende Toleranzklassen oder die grafische Darstellung der Toleranzfelder steht der ISO-Passungsrechner bereit. Wirkt sich die Passung auf eine Maßkette aus, rechnet der Toleranzketten-Rechner das Schließmaß samt Ausschussanteil.
Temperatur nicht vergessen: die Tabellenwerte gelten bei 20 °C. Paarungen aus verschiedenen Werkstoffen — Aluminiumnabe auf Stahlwelle — verändern ihr Spiel im Betrieb erheblich; wie stark, zeigt der Wärmeausdehnungs-Rechner.
Fügen, Fertigen und Prüfen
| Größe | Wert | Herkunft |
|---|---|---|
| Toleranz Bohrung C11 bei Ø 30 mm | 130 µm | ES − EI |
| Toleranz Welle h11 bei Ø 30 mm | 130 µm | es − ei |
| Zulässige Rautiefe Rz | höchstens 33 µm | Rz ≤ T / 4 |
| Messmittel | Messschieber (Ablesung 0,02 mm) | Auflösung rund ein Zehntel der Toleranz |
C11/h11 in der Fertigung
Bei Ø 30 mm bleibt ein relatives Spiel von 3,67 bis 12,33 ‰ des Durchmessers. Maßgeblich ist der kleinere der beiden Werte: er ist der einzige, der im ungünstigsten Fall noch übrig bleibt. Mit 3,67 ‰ trägt der Schmierfilm sicher, die Welle läuft aber merklich außermittig. Gewollt ist das, wo Fluchtungsfehler, Verschmutzung oder große Temperaturunterschiede aufgefangen werden müssen; auf Rundlauf verzichtet man dafür.
Die engere der beiden Toleranzen liegt bei Ø 30 mm bei 130 µm. Daraus folgt zweierlei. Erstens die Oberfläche: eine Rautiefe von mehr als einem Viertel der Toleranz frisst den Passungscharakter auf, weil die Spitzen beim Fügen abgetragen werden und das Übermaß mitnehmen. Für C11/h11 heißt das Rz ≤ 33 µm. Zweitens das Messmittel: Messschieber (Ablesung 0,02 mm) — alles Gröbere misst die eigene Ablesegrenze statt des Werkstücks.
Die Grenzabmaße gelten bei 20 °C. Weicht die Temperatur beim Messen oder im Betrieb davon ab und bestehen Welle und Bohrung aus verschiedenen Werkstoffen, verschiebt sich das Ergebnis; wie weit, rechnet der Wärmeausdehnungs-Rechner aus.
Weitere Passungen
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