Passung H6/n5: Übergangspassung

System Einheitsbohrung · Grenzabmaße nach DIN ISO 286

Bei Nennmaß Ø 30 mm
2 bis 24 µm Übermaß

Feiner Haftsitz für Präzisionsteile, die nicht mehr gelöst werden sollen.

Grenzabmaße über alle Nennmaßbereiche

Nennmaß (mm)Bohrung H6 (ES/EI)Welle n5 (es/ei)Ergebnis
bis 3+0,006 / 0+0,008 / +0,0048 µm Übermaß … 2 µm Spiel
über 3 bis 6+0,008 / 0+0,013 / +0,008-0 … 13 µm Übermaß
über 6 bis 10+0,009 / 0+0,016 / +0,0101 … 16 µm Übermaß
über 10 bis 18+0,011 / 0+0,020 / +0,0121 … 20 µm Übermaß
über 18 bis 30+0,013 / 0+0,024 / +0,0152 … 24 µm Übermaß
über 30 bis 50+0,016 / 0+0,028 / +0,0171 … 28 µm Übermaß
über 50 bis 80+0,019 / 0+0,033 / +0,0201 … 33 µm Übermaß
über 80 bis 120+0,022 / 0+0,038 / +0,0231 … 38 µm Übermaß
über 120 bis 180+0,025 / 0+0,045 / +0,0272 … 45 µm Übermaß
über 180 bis 250+0,029 / 0+0,051 / +0,0312 … 51 µm Übermaß
über 250 bis 315+0,032 / 0+0,057 / +0,0342 … 57 µm Übermaß
über 315 bis 400+0,036 / 0+0,062 / +0,0371 … 62 µm Übermaß
über 400 bis 500+0,040 / 0+0,067 / +0,040-0 … 67 µm Übermaß

Alle Angaben in mm. ES/EI sind oberes und unteres Abmaß der Bohrung, es/ei die der Welle. Das Spiel ergibt sich als Bohrung minus Welle: das kleinste Spiel aus EI − es, das größte aus ES − ei. Ein negativer Wert bedeutet Übermaß, die Teile lassen sich dann nicht ohne Kraft fügen.

Was die Passung H6/n5 bedeutet

Feiner Haftsitz für Präzisionsteile, die nicht mehr gelöst werden sollen.

Die Paarung gehört zum System Einheitsbohrung: die Bohrung behält über alle Passungen hinweg dieselbe Toleranzlage H6, verändert wird nur die Welle. Das ist im Maschinenbau der Regelfall, weil Bohrungen mit festen Werkzeugen — Reibahle, Räumnadel — hergestellt werden und eine Welle sich leichter auf Maß drehen lässt.

Für andere Nennmaße, abweichende Toleranzklassen oder die grafische Darstellung der Toleranzfelder steht der ISO-Passungsrechner bereit. Wirkt sich die Passung auf eine Maßkette aus, rechnet der Toleranzketten-Rechner das Schließmaß samt Ausschussanteil.

Temperatur nicht vergessen: die Tabellenwerte gelten bei 20 °C. Paarungen aus verschiedenen Werkstoffen — Aluminiumnabe auf Stahlwelle — verändern ihr Spiel im Betrieb erheblich; wie stark, zeigt der Wärmeausdehnungs-Rechner.

Fügen, Fertigen und Prüfen

GrößeWertHerkunft
Toleranz Bohrung H6 bei Ø 30 mm13 µmES − EI
Toleranz Welle n5 bei Ø 30 mm9 µmes − ei
Zulässige Rautiefe Rzhöchstens 2 µmRz ≤ T / 4
MessmittelFeinzeiger gegen Endmaß oder LehrringAuflösung rund ein Zehntel der Toleranz

H6/n5 in der Fertigung

Im ungünstigsten Fall sitzt die Welle mit 24 µm Übermaß in der Bohrung. Um sie bei Ø 30 mm ohne Presse zu fügen, muss das Außenteil um 157 K wärmer sein als das Innenteil — gerechnet mit α = 11,5 · 10⁻⁶ 1/K für Stahl und einem Fügespiel von einem Tausendstel des Durchmessers. Das ist mit Ölbad oder Wärmeschrank erreichbar und der übliche Weg bei dieser Paarung.

Die engere der beiden Toleranzen liegt bei Ø 30 mm bei 9 µm. Daraus folgt zweierlei. Erstens die Oberfläche: eine Rautiefe von mehr als einem Viertel der Toleranz frisst den Passungscharakter auf, weil die Spitzen beim Fügen abgetragen werden und das Übermaß mitnehmen. Für H6/n5 heißt das Rz ≤ 2 µm. Zweitens das Messmittel: Feinzeiger gegen Endmaß oder Lehrring — alles Gröbere misst die eigene Ablesegrenze statt des Werkstücks.

Die Grenzabmaße gelten bei 20 °C. Weicht die Temperatur beim Messen oder im Betrieb davon ab und bestehen Welle und Bohrung aus verschiedenen Werkstoffen, verschiebt sich das Ergebnis; wie weit, rechnet der Wärmeausdehnungs-Rechner aus.

Weitere Passungen

H7/h6 H7/g6 H7/f7 H7/e8 H7/d9 H7/js6 H7/k6 H7/m6 H7/n6 H7/p6 H7/r6 H7/s6 H8/f7 H8/e8 H8/h9 H8/d9 H11/c11 H11/d9 H11/h11 H6/h5 H6/g5 H6/k5 H6/n5 G7/h6 F8/h6 E9/h9 D10/h9 JS7/h6 K7/h6 M7/h6 N7/h6 P7/h6 S7/h6 C11/h11

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