Passung G7/h6: Spielpassung

System Einheitswelle · Grenzabmaße nach DIN ISO 286

Bei Nennmaß Ø 30 mm
7 bis 41 µm Spiel

Gleitsitz im System Einheitswelle: die Welle bleibt durchgehend h6, die Bohrung schafft das Spiel. Für gezogene Wellen und Rundstahl ohne Nachbearbeitung.

Grenzabmaße über alle Nennmaßbereiche

Nennmaß (mm)Bohrung G7 (ES/EI)Welle h6 (es/ei)Ergebnis
bis 3+0,012 / +0,0020 / -0,0062 … 18 µm Spiel
über 3 bis 6+0,016 / +0,0040 / -0,0084 … 24 µm Spiel
über 6 bis 10+0,020 / +0,0050 / -0,0095 … 29 µm Spiel
über 10 bis 18+0,024 / +0,0060 / -0,0116 … 35 µm Spiel
über 18 bis 30+0,028 / +0,0070 / -0,0137 … 41 µm Spiel
über 30 bis 50+0,034 / +0,0090 / -0,0169 … 50 µm Spiel
über 50 bis 80+0,040 / +0,0100 / -0,01910 … 59 µm Spiel
über 80 bis 120+0,047 / +0,0120 / -0,02212 … 69 µm Spiel
über 120 bis 180+0,054 / +0,0140 / -0,02514 … 79 µm Spiel
über 180 bis 250+0,061 / +0,0150 / -0,02915 … 90 µm Spiel
über 250 bis 315+0,069 / +0,0170 / -0,03217 … 101 µm Spiel
über 315 bis 400+0,075 / +0,0180 / -0,03618 … 111 µm Spiel
über 400 bis 500+0,083 / +0,0200 / -0,04020 … 123 µm Spiel

Alle Angaben in mm. ES/EI sind oberes und unteres Abmaß der Bohrung, es/ei die der Welle. Das Spiel ergibt sich als Bohrung minus Welle: das kleinste Spiel aus EI − es, das größte aus ES − ei. Ein negativer Wert bedeutet Übermaß, die Teile lassen sich dann nicht ohne Kraft fügen.

Was die Passung G7/h6 bedeutet

Gleitsitz im System Einheitswelle: die Welle bleibt durchgehend h6, die Bohrung schafft das Spiel. Für gezogene Wellen und Rundstahl ohne Nachbearbeitung.

Die Paarung gehört zum System Einheitswelle: die Welle behält durchgehend die Toleranzlage h6, verändert wird die Bohrung. Sinnvoll überall dort, wo blank gezogenes Material ohne Nachbearbeitung verbaut wird — etwa bei Kolbenstangen, Führungswellen und Normteilen.

Für andere Nennmaße, abweichende Toleranzklassen oder die grafische Darstellung der Toleranzfelder steht der ISO-Passungsrechner bereit. Wirkt sich die Passung auf eine Maßkette aus, rechnet der Toleranzketten-Rechner das Schließmaß samt Ausschussanteil.

Temperatur nicht vergessen: die Tabellenwerte gelten bei 20 °C. Paarungen aus verschiedenen Werkstoffen — Aluminiumnabe auf Stahlwelle — verändern ihr Spiel im Betrieb erheblich; wie stark, zeigt der Wärmeausdehnungs-Rechner.

Fügen, Fertigen und Prüfen

GrößeWertHerkunft
Toleranz Bohrung G7 bei Ø 30 mm21 µmES − EI
Toleranz Welle h6 bei Ø 30 mm13 µmes − ei
Zulässige Rautiefe Rzhöchstens 3 µmRz ≤ T / 4
MessmittelFeinzeiger gegen Endmaß oder LehrringAuflösung rund ein Zehntel der Toleranz

G7/h6 in der Fertigung

Bei Ø 30 mm bleibt ein relatives Spiel von 0,23 bis 1,37 ‰ des Durchmessers. Maßgeblich ist der kleinere der beiden Werte: er ist der einzige, der im ungünstigsten Fall noch übrig bleibt. Mit 0,23 ‰ garantiert die Paarung keinen tragenden Schmierfilm — sie ist als Führung oder Schiebesitz gedacht, nicht als Lager für eine dauernd laufende Welle. Wärmedehnung im Betrieb kann das verbleibende Spiel zudem ganz aufzehren.

Die engere der beiden Toleranzen liegt bei Ø 30 mm bei 13 µm. Daraus folgt zweierlei. Erstens die Oberfläche: eine Rautiefe von mehr als einem Viertel der Toleranz frisst den Passungscharakter auf, weil die Spitzen beim Fügen abgetragen werden und das Übermaß mitnehmen. Für G7/h6 heißt das Rz ≤ 3 µm. Zweitens das Messmittel: Feinzeiger gegen Endmaß oder Lehrring — alles Gröbere misst die eigene Ablesegrenze statt des Werkstücks.

Die Grenzabmaße gelten bei 20 °C. Weicht die Temperatur beim Messen oder im Betrieb davon ab und bestehen Welle und Bohrung aus verschiedenen Werkstoffen, verschiebt sich das Ergebnis; wie weit, rechnet der Wärmeausdehnungs-Rechner aus.

Weitere Passungen

H7/h6 H7/g6 H7/f7 H7/e8 H7/d9 H7/js6 H7/k6 H7/m6 H7/n6 H7/p6 H7/r6 H7/s6 H8/f7 H8/e8 H8/h9 H8/d9 H11/c11 H11/d9 H11/h11 H6/h5 H6/g5 H6/k5 H6/n5 G7/h6 F8/h6 E9/h9 D10/h9 JS7/h6 K7/h6 M7/h6 N7/h6 P7/h6 S7/h6 C11/h11

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