Passung H7/d9: Spielpassung

System Einheitsbohrung · Grenzabmaße nach DIN ISO 286

Bei Nennmaß Ø 30 mm
65 bis 138 µm Spiel

Sehr weiter Laufsitz: für raue Betriebsbedingungen, Verschmutzung und große Wärmedehnung, etwa bei Landmaschinen.

Grenzabmaße über alle Nennmaßbereiche

Nennmaß (mm)Bohrung H7 (ES/EI)Welle d9 (es/ei)Ergebnis
bis 3+0,010 / 0-0,020 / -0,04520 … 55 µm Spiel
über 3 bis 6+0,012 / 0-0,030 / -0,06030 … 72 µm Spiel
über 6 bis 10+0,015 / 0-0,040 / -0,07640 … 91 µm Spiel
über 10 bis 18+0,018 / 0-0,050 / -0,09350 … 111 µm Spiel
über 18 bis 30+0,021 / 0-0,065 / -0,11765 … 138 µm Spiel
über 30 bis 50+0,025 / 0-0,080 / -0,14280 … 167 µm Spiel
über 50 bis 80+0,030 / 0-0,100 / -0,174100 … 204 µm Spiel
über 80 bis 120+0,035 / 0-0,120 / -0,207120 … 242 µm Spiel
über 120 bis 180+0,040 / 0-0,145 / -0,245145 … 285 µm Spiel
über 180 bis 250+0,046 / 0-0,170 / -0,285170 … 331 µm Spiel
über 250 bis 315+0,052 / 0-0,190 / -0,320190 … 372 µm Spiel
über 315 bis 400+0,057 / 0-0,210 / -0,350210 … 407 µm Spiel
über 400 bis 500+0,063 / 0-0,230 / -0,385230 … 448 µm Spiel

Alle Angaben in mm. ES/EI sind oberes und unteres Abmaß der Bohrung, es/ei die der Welle. Das Spiel ergibt sich als Bohrung minus Welle: das kleinste Spiel aus EI − es, das größte aus ES − ei. Ein negativer Wert bedeutet Übermaß, die Teile lassen sich dann nicht ohne Kraft fügen.

Was die Passung H7/d9 bedeutet

Sehr weiter Laufsitz: für raue Betriebsbedingungen, Verschmutzung und große Wärmedehnung, etwa bei Landmaschinen.

Die Paarung gehört zum System Einheitsbohrung: die Bohrung behält über alle Passungen hinweg dieselbe Toleranzlage H7, verändert wird nur die Welle. Das ist im Maschinenbau der Regelfall, weil Bohrungen mit festen Werkzeugen — Reibahle, Räumnadel — hergestellt werden und eine Welle sich leichter auf Maß drehen lässt.

Für andere Nennmaße, abweichende Toleranzklassen oder die grafische Darstellung der Toleranzfelder steht der ISO-Passungsrechner bereit. Wirkt sich die Passung auf eine Maßkette aus, rechnet der Toleranzketten-Rechner das Schließmaß samt Ausschussanteil.

Temperatur nicht vergessen: die Tabellenwerte gelten bei 20 °C. Paarungen aus verschiedenen Werkstoffen — Aluminiumnabe auf Stahlwelle — verändern ihr Spiel im Betrieb erheblich; wie stark, zeigt der Wärmeausdehnungs-Rechner.

Fügen, Fertigen und Prüfen

GrößeWertHerkunft
Toleranz Bohrung H7 bei Ø 30 mm21 µmES − EI
Toleranz Welle d9 bei Ø 30 mm52 µmes − ei
Zulässige Rautiefe Rzhöchstens 5 µmRz ≤ T / 4
MessmittelBügelmessschraube mit 0,001 mm AblesungAuflösung rund ein Zehntel der Toleranz

H7/d9 in der Fertigung

Bei Ø 30 mm bleibt ein relatives Spiel von 2,17 bis 4,6 ‰ des Durchmessers. Maßgeblich ist der kleinere der beiden Werte: er ist der einzige, der im ungünstigsten Fall noch übrig bleibt. Mit 2,17 ‰ trägt der Schmierfilm sicher, die Welle läuft aber merklich außermittig. Gewollt ist das, wo Fluchtungsfehler, Verschmutzung oder große Temperaturunterschiede aufgefangen werden müssen; auf Rundlauf verzichtet man dafür.

Die engere der beiden Toleranzen liegt bei Ø 30 mm bei 21 µm. Daraus folgt zweierlei. Erstens die Oberfläche: eine Rautiefe von mehr als einem Viertel der Toleranz frisst den Passungscharakter auf, weil die Spitzen beim Fügen abgetragen werden und das Übermaß mitnehmen. Für H7/d9 heißt das Rz ≤ 5 µm. Zweitens das Messmittel: Bügelmessschraube mit 0,001 mm Ablesung — alles Gröbere misst die eigene Ablesegrenze statt des Werkstücks.

Die Grenzabmaße gelten bei 20 °C. Weicht die Temperatur beim Messen oder im Betrieb davon ab und bestehen Welle und Bohrung aus verschiedenen Werkstoffen, verschiebt sich das Ergebnis; wie weit, rechnet der Wärmeausdehnungs-Rechner aus.

Weitere Passungen

H7/h6 H7/g6 H7/f7 H7/e8 H7/d9 H7/js6 H7/k6 H7/m6 H7/n6 H7/p6 H7/r6 H7/s6 H8/f7 H8/e8 H8/h9 H8/d9 H11/c11 H11/d9 H11/h11 H6/h5 H6/g5 H6/k5 H6/n5 G7/h6 F8/h6 E9/h9 D10/h9 JS7/h6 K7/h6 M7/h6 N7/h6 P7/h6 S7/h6 C11/h11

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