M33: Kernloch, Maße und Anzugsmoment

Metrisches ISO-Regelgewinde nach DIN 13-1

Kernlochbohrer für M33
29,5 mm

Steigung 3,5 mm, Spannungsquerschnitt 693,6 mm². Das entspricht genau der Werkstattregel d − P.

Gewindemaße

MaßWertHerkunft
Nenndurchmesser d33 mmAußendurchmesser des Bolzengewindes
Steigung P3,5 mmRegelsteigung nach DIN 13-1
Kernloch (Schneidgewinde)29,5 mmBohrer nach DIN 336
Kernloch (Furchgewinde)31,08 mmd − 0,55 · P, gewindeformend
Flankendurchmesser d₂30,727 mmd − 0,6495 · P (ISO 68-1)
Kerndurchmesser Bolzen d₃28,706 mmd − 1,2269 · P
Kerndurchmesser Mutter D₁29,211 mmd − 1,0825 · P
Spannungsquerschnitt AS693,6 mm²aus d₂ und d₃ gemittelt
Senker Ø (90°)36,5 mmPraxiswert d + P

Anziehmomente für M33

FestigkeitsklasseRp0,2Vorspannkraft FMAnziehmoment MA
8.8640 MPa325900 N1974,3 NmReibwerte & Einschraubtiefe →
10.9940 MPa478670 N2899,8 NmReibwerte & Einschraubtiefe →
12.91080 MPa549960 N3331,7 NmReibwerte & Einschraubtiefe →

Gerechnet nach VDI 2230 mit Reibungszahl µ = 0,14 in Gewinde und Kopfauflage und 90 % Ausnutzung der Streckgrenze — die Annahmen der dortigen Tabelle A1. Andere Reibungszahlen verschieben das Moment erheblich: geschmiert (µ = 0,10) rund 20 % weniger, trocken (µ = 0,20) rund 30 % mehr. Für den vollständigen Nachweis mit Klemmlänge und Betriebskraft steht die Schraubenberechnung nach VDI 2230 bereit.

Mindesteinschraubtiefe im Sackloch

Werkstoff des InnengewindesMindesteinschraubtiefe
Stahl, niedrigfest (S235)33 mm (1 · d)
Stahl, vergütet (C45, 42CrMo4)39,6 mm (1,2 · d)
Gusseisen (EN-GJL, EN-GJS)49,5 mm (1,5 · d)
Aluminiumguss und -knetlegierung72,6 mm (2,2 · d)

Richtwerte für Festigkeitsklasse 8.8. Die Einschraubtiefe muss so groß sein, dass das Innengewinde nicht vor der Schraube versagt — je weicher der Werkstoff, desto tiefer. In Aluminium sind 72,6 mm nötig, in Stahl reicht rund der Nenndurchmesser.

Kernloch für M33 bestimmen

Der Kernlochdurchmesser ergibt sich aus der Werkstattregel d − P: Nenndurchmesser minus Steigung. Für M33 sind das 33 mm − 3,5 mm = 29,5 mm, gebohrt wird mit dem genormten Bohrer 29,5 mm.

Diese Regel erzeugt rund 76 % Tragtiefe des Gewindes. Das klingt nach wenig, ist aber Absicht: die vollen 100 % brächten kaum mehr Tragfähigkeit — bei einer Verbindung nach VDI 2230 reißt ohnehin eher die Schraube als das Muttergewinde —, würden aber deutlich höhere Schnittkräfte und damit mehr Bruchgefahr für den Gewindebohrer bedeuten.

Beim Gewindefurchen gilt eine andere Regel: hier wird der Werkstoff verdrängt statt geschnitten, das Loch muss deshalb größer sein — 31,08 mm für M33. Furchgewinde sind fester, weil der Faserverlauf erhalten bleibt, brauchen aber einen ausreichend zähen Werkstoff.

Alle Werte lassen sich im Gewinde- und Kernloch-Rechner für beliebige Größen nachschlagen.

In der Werkstatt

GrößeWertHerkunft
Steigungswinkel φ2,08°arctan(P / (π · d2))
Tragende Gänge auf 1 · d9,4d / P
Schlüsselweite SW50 mmISO 4014/4017
Durchgangsloch mittel36 mmISO 273, Reihe mittel
Durchgangsloch fein / grob34 / 38 mmISO 273

M33 in der Praxis

Mit 2,08° liegt der Steigungswinkel unter dem Reibungswinkel von 6,59° (µ = 0,10 am 60°-Flankenwinkel). Das Gewinde ist damit selbsthemmend: es dreht sich unter ruhender Last nicht von selbst zurück. Gegen Setzen und gegen Querbewegung hilft das nicht — dagegen hilft nur ausreichende Vorspannkraft.

Auf einer Einschraubtiefe von einem Nenndurchmesser liegen bei M33 rechnerisch 9,4 Gänge im Eingriff. Tragen tun sie ungleich: der erste Gang übernimmt den größten Teil der Last, nach etwa sechs Gängen kommt kaum noch etwas hinzu. Deshalb bringt eine Mutter doppelter Höhe fast nichts, während eine zu geringe Einschraubtiefe sofort zum Ausreißen führt.

Auf der Gegenseite sitzt das Durchgangsloch. Nach ISO 273 sind das für M33 36 mm in der mittleren Reihe — die, die ohne besonderen Grund genommen wird. Die feine Reihe mit 34 mm ist für Passschrauben und enge Lagezuordnung gedacht, die grobe mit 38 mm für Blech- und Schweißkonstruktionen, bei denen sich Lochabstände verziehen. Wer die grobe Reihe wählt, braucht eine Unterlegscheibe: der Schraubenkopf deckt das Loch sonst nicht mehr vollständig ab.

Ab dieser Größe wird das Schneidmoment zum Thema: Ein Gewindebohrer für 33 mm verlangt Schnittkräfte, die eine Handbohrmaschine nicht mehr aufbringt und eine kleine Tischbohrmaschine nicht mehr abstützt. Auf der Drehmaschine oder mit Gewindefräser entsteht das Gewinde spannungsärmer und maßhaltiger.

Verbaut wird M33 vor allem im Bereich Großflansche, Turmverbindungen, Pressen und Schwermaschinenbau. Der Nenndurchmesser gehört nicht zur Vorzugsreihe 1 der DIN 13-1. Schrauben und Werkzeuge gibt es, aber seltener ab Lager und zu einem spürbar anderen Preis. Wo die Konstruktion es zulässt, ist die nächste Größe der Vorzugsreihe die wirtschaftlichere Wahl; wo nicht — etwa weil der Bauraum oder eine vorhandene Schnittstelle es vorgibt —, gehört der Beschaffungsvorlauf in die Planung.

Zum selben Nenndurchmesser gibt es das Feingewinde M33x2. Feingewinde haben bei gleichem d einen größeren Spannungsquerschnitt und einen flacheren Steigungswinkel; gebraucht werden sie, wo dünne Wände, feine Einstellbarkeit oder Dichtheit im Spiel sind. Im allgemeinen Maschinenbau bleibt M33 die richtige Wahl.

Alle Regelgewinde

M1 M1,2 M1,6 M2 M2,5 M3 M3,5 M4 M5 M6 M8 M10 M12 M14 M16 M18 M20 M22 M24 M27 M30 M33 M36 M39 M42 M45 M48 M52 M56 M60 M64

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