51CrV4 (1.8159)

Automaten- und Federstahl nach EN ISO 683-2 · vergütet (+QT), d ≤ 16 mm

Zugfestigkeit Rm
1100–1300 MPa
Streckgrenze Rp0,2
900 MPa

Dichte 7,85 g/cm³ · E-Modul 210 GPa · Ausdehnung 12 · 10⁻⁶/K. Gültig für vergütet (+QT), d ≤ 16 mm.

Mechanische und physikalische Kennwerte

KennwertWertBedeutung
Zugfestigkeit Rm1100–1300 MPahöchste ertragene Spannung im Zugversuch
Streckgrenze Rp0,2900 MPaab hier bleibt Verformung zurück — die Größe, gegen die ausgelegt wird
Bruchdehnung A9 %Verlängerung der Probe bis zum Bruch — ein Maß für die Zähigkeit
Härte320–380 HBRichtwert im angegebenen Zustand
Dichte ρ7,85 g/cm³Rundstab Ø 20 mm wiegt 2,47 kg/m
E-Modul210 GPabestimmt die Durchbiegung, nicht die Tragfähigkeit
Längenausdehnung α12 · 10⁻⁶/K1 m dehnt sich bei 100 K um 1,2 mm
Wärmeleitfähigkeit λ45 W/(m·K)maßgeblich für Kühlung, Schweißen und Zerspanung
Spezifische Festigkeit153 kN·m/kgRm/ρ — die Kennzahl des Leichtbaus

Die Festigkeitswerte gelten für den angegebenen Behandlungs- und Dickenzustand (vergütet (+QT), d ≤ 16 mm). Bei Stählen fällt die Streckgrenze mit zunehmender Erzeugnisdicke ab; Dichte, E-Modul und Ausdehnung sind davon unberührt. Für eine Nachweisrechnung gilt das Datenblatt des Lieferanten.

Bezeichnung, Norm und Zustand

AngabeWert
Werkstoffnummer1.8159 (EN 10027-2)
Kurzname51CrV4 (EN 10027-1)
WerkstoffgruppeAutomaten- und Federstahl
NormEN ISO 683-2
Kennwerte gelten fürvergütet (+QT), d ≤ 16 mm
Andere Bezeichnungen50CrV4 · AISI 6150

Schweißen und Zerspanen

EigenschaftBeurteilung
Schweißennicht vorgesehen
Zerspanenmäßig

Automaten- und Federstahl im Vergleich

WerkstoffRmStreckgrenzeDichteRm
11SMn30 (1.0715)430–630 MPa305 MPa7,85 g/cm³68
51CrV4 (1.8159)1100–1300 MPa900 MPa7,85 g/cm³153

Rm/ρ in kN·m/kg — die spezifische Festigkeit. Sie entscheidet dort, wo Masse zählt: Bei gleicher Bauteilmasse trägt der Werkstoff mit dem höheren Wert mehr, unabhängig davon, welcher die höhere Zugfestigkeit hat.

51CrV4 (1.8159) — wofür der Werkstoff genommen wird

Blattfedern, Tellerfedern, Drehstäbe, Werkzeuge und hochbeanspruchte Spannelemente.

Als Feder wird er härter vergütet als hier angegeben — auf Rm ≈ 1500 bis 1700 MPa. Federstahl wird nicht nach Streckgrenze ausgelegt, sondern nach zulässiger Schubspannung und Dauerfestigkeit.

Was die Zahlen praktisch bedeuten

Mit 7,85 g/cm³ liegt die Dichte auf dem Wert, mit dem im Stahlbau gerechnet wird. Ein Rundstab Ø 20 mm wiegt 2,47 kg je Meter — für andere Abmessungen rechnet das der Halbzeug-Gewichtsrechner.

Der E-Modul von 210 GPa bestimmt, wie weit sich ein Bauteil unter Last durchbiegt — nicht, wie viel es trägt. Beides zu verwechseln ist der häufigste Fehler bei der Werkstoffwahl: Ein festerer Stahl macht einen Träger nicht steifer. Was er unter Last tut, zeigt die Trägerbiegung; die Querschnittswerte dazu liefert das Flächenträgheitsmoment.

Mit α = 12 · 10⁻⁶/K dehnt sich ein Meter bei 100 K Erwärmung um 1,2 mm. Das ist der Grund, weshalb Passungen zwischen verschiedenen Werkstoffen im Betrieb wandern — wie stark, rechnet der Wärmeausdehnungs-Rechner, die Auswirkung auf die Fügestelle der ISO-Passungsrechner.

Die Härte von 320–380 HB lässt sich mit dem Härte-Umrechner in HRC und HV umwerten — und näherungsweise in die Zugfestigkeit, denn bei Stählen gilt Rm ≈ 3,5 · HB. Die Schnittwerte für die Bearbeitung stellt der Schnittdaten-Rechner zusammen.

Weitere Werkstoffe: Automaten- und Federstahl

11SMn30 51CrV4

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