16MnCr5 (1.7131)

Einsatzstahl nach EN ISO 683-3 · einsatzgehärtet, Kernfestigkeit bei d 11–30 mm

Zugfestigkeit Rm
780–1080 MPa
Streckgrenze Rp0,2
590 MPa

Dichte 7,85 g/cm³ · E-Modul 210 GPa · Ausdehnung 11,5 · 10⁻⁶/K. Gültig für einsatzgehärtet, Kernfestigkeit bei d 11–30 mm.

Mechanische und physikalische Kennwerte

KennwertWertBedeutung
Zugfestigkeit Rm780–1080 MPahöchste ertragene Spannung im Zugversuch
Streckgrenze Rp0,2590 MPaab hier bleibt Verformung zurück — die Größe, gegen die ausgelegt wird
Bruchdehnung A10 %Verlängerung der Probe bis zum Bruch — ein Maß für die Zähigkeit
Härte58–62 HRCRockwell C, im gehärteten Zustand
Dichte ρ7,85 g/cm³Rundstab Ø 20 mm wiegt 2,47 kg/m
E-Modul210 GPabestimmt die Durchbiegung, nicht die Tragfähigkeit
Längenausdehnung α11,5 · 10⁻⁶/K1 m dehnt sich bei 100 K um 1,15 mm
Wärmeleitfähigkeit λ44 W/(m·K)maßgeblich für Kühlung, Schweißen und Zerspanung
Spezifische Festigkeit118 kN·m/kgRm/ρ — die Kennzahl des Leichtbaus

Die Festigkeitswerte gelten für den angegebenen Behandlungs- und Dickenzustand (einsatzgehärtet, Kernfestigkeit bei d 11–30 mm). Bei Stählen fällt die Streckgrenze mit zunehmender Erzeugnisdicke ab; Dichte, E-Modul und Ausdehnung sind davon unberührt. Für eine Nachweisrechnung gilt das Datenblatt des Lieferanten.

Bezeichnung, Norm und Zustand

AngabeWert
Werkstoffnummer1.7131 (EN 10027-2)
Kurzname16MnCr5 (EN 10027-1)
WerkstoffgruppeEinsatzstahl
NormEN ISO 683-3
Kennwerte gelten füreinsatzgehärtet, Kernfestigkeit bei d 11–30 mm
Andere Bezeichnungen16MnCrS5 (1.7139) · AISI 5115

Schweißen und Zerspanen

EigenschaftBeurteilung
Schweißenim weichen Zustand bedingt möglich, nach dem Härten nicht
Zerspanengut im weichgeglühten Zustand — so wird er auch bearbeitet
Einsatzhärtetiefe (CHD)typisch 0,6–1,0 mm

Einsatzstahl im Vergleich

WerkstoffRmStreckgrenzeDichteRm
16MnCr5 (1.7131)780–1080 MPa590 MPa7,85 g/cm³118
20MnCr5 (1.7147)1000–1300 MPa695 MPa7,85 g/cm³146
18CrNiMo7-6 (1.6587)1080–1380 MPa785 MPa7,85 g/cm³157

Rm/ρ in kN·m/kg — die spezifische Festigkeit. Sie entscheidet dort, wo Masse zählt: Bei gleicher Bauteilmasse trägt der Werkstoff mit dem höheren Wert mehr, unabhängig davon, welcher die höhere Zugfestigkeit hat.

16MnCr5 (1.7131) — wofür der Werkstoff genommen wird

Zahnräder, Ritzel, Wellen mit Laufflächen, Buchsen, Bolzen. Überall dort, wo eine harte Oberfläche auf zähem Kern sitzen muss.

Die Härteangabe gilt für die Randschicht, die Festigkeitswerte für den Kern — das ist der Sinn des Einsatzhärtens. Bearbeitet wird vor dem Härten; danach geht nur noch Schleifen. Einhärtetiefe üblicherweise 0,6 bis 1,0 mm.

Was die Zahlen praktisch bedeuten

Mit 7,85 g/cm³ liegt die Dichte auf dem Wert, mit dem im Stahlbau gerechnet wird. Ein Rundstab Ø 20 mm wiegt 2,47 kg je Meter — für andere Abmessungen rechnet das der Halbzeug-Gewichtsrechner.

Der E-Modul von 210 GPa bestimmt, wie weit sich ein Bauteil unter Last durchbiegt — nicht, wie viel es trägt. Beides zu verwechseln ist der häufigste Fehler bei der Werkstoffwahl: Ein festerer Stahl macht einen Träger nicht steifer. Was er unter Last tut, zeigt die Trägerbiegung; die Querschnittswerte dazu liefert das Flächenträgheitsmoment.

Mit α = 11,5 · 10⁻⁶/K dehnt sich ein Meter bei 100 K Erwärmung um 1,15 mm. Das ist der Grund, weshalb Passungen zwischen verschiedenen Werkstoffen im Betrieb wandern — wie stark, rechnet der Wärmeausdehnungs-Rechner, die Auswirkung auf die Fügestelle der ISO-Passungsrechner.

Die Härte von 58–62 HRC lässt sich mit dem Härte-Umrechner in die übrigen Härteskalen umwerten. Die Schnittwerte für die Bearbeitung stellt der Schnittdaten-Rechner zusammen.

Weitere Werkstoffe: Einsatzstahl

16MnCr5 20MnCr5 18CrNiMo7-6

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